Rittersteine

 

An dieser Stelle möchten wir gern einige Informationen zu den Rittersteinen in der Pfalz anbieten, hier im Speziellen über die in der Region Lemberg. Zur Einführung zunächst ein Ausschnitt aus einem Text von Sonja Kasprick auf der "Westpfalz.wiki" zu diesem Thema (Rittersteine im Pfälzerwald – Westpfalz Wiki):

"...Rittersteine sind Natursteine, Gedenksteine und Steinmarken, die geschichtliche oder heimatkundlich bemerkenswerte Orte kennzeichnen. Sie sind über das gesamte Gebiet des Pfälzerwaldes verstreut und befinden sich zum Beispiel an Straßen, Wanderwegen, Parkplätzen, Weggabelungen, Lichtungen, Bergrücken oder im völlig abgelegenen Unterholz. Meistens findet man eine gelbe Inschrift auf rotem Sandstein, mit dem Kürzel „P. W. V.“ (für Pfälzerwald-Verein) unter der Schrift.
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Prof. Dr. Daniel Häberle (1864-1934), Mitglied und wissenschaftlicher Förderer des Pfälzerwald-Vereins, gab die Anregung zu den Orientierungs- und Gedenksteinen. Veranlasst wurde die Aufstellung der Rittersteine schließlich durch Regierungsdirektor Karl Albrecht von Ritter (1836-1917), den Gründer und ersten Vorsitzenden des Pfälzerwald-Vereins. ..."

Die Rittersteine sind also kein Überbleibsel aus der Zeit, in der Ritter hier in Rüstung hoch zu Ross unterwegs waren, sondern sie sind benannt nach dem Herrn, der für ihre Aufstellung verantwortlich zeichnet.

Lass uns beginnen mit dem

Ritterstein am Klosterbrunnen bei Lemberg (Stein Nr. 36)


Schmucklos und unscheinbar steht der Ritterstein, der neben der Kloster-brunnenhütte um Aufmerksamkeit buhlt, etwas schief in der Erde. Ein schlichter Schriftzug "Klosterbrunnen PWV" ist zu sehen, nichts weiter.

Mehr Informationen bietet da die Gedenktafel, die der PWV Lemberg e. V. ein paar Meter weiter links zu dieser historischen Stelle angebracht hat:

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Ritterstein an der Langkehler Sägmühle (Stein Nr. 306)

 

 

Der Ritterstein, der an die Langkehler Sägmühle erinnert, steht genau am Standort dieser längst verschwundenen Sägemühle zwischen Storrbachtal und der Langmühle, einer Annexe des Ortes Lemberg. Über die Jahrhunderte wurde sie von zahlreichen Pächtern betrieben, bis sie schließlich aufgegeben wurde und verfiel.


Ritterstein Storrwoger Hof (Stein Nr. 210)

Dieser Ritterstein erinnert im Storrbachtal an den Storrwogerhof, der seine Ursprünge in der Niederlassung zweier Pottaschebrenner hatte, die dort neben ihren Wohnhütten im 18. Jahrhundert eine Pottaschehütte errichteten und betrieben. Die Pottasche wurde vor allem vom neu entstandenen Glashüttenwerk benötigt, das dort stand, wo sich heute die Lemberger Annexe Glashütte befindet, und das dem Ort seinen Namen gab.
Später entwickelte sich die Ansiedlung zu einem Waldbauernhof, um schließlich bis 1892 als Forsthaus genutzt zu werden. Als es nicht mehr gebraucht wurde, wurde das verbliebene Gebäude abgerissen.